Wer in der Vergangenheit seine Produktionsanlagen und Fördertechnik leichter ausstatten wollte, hatte wahrscheinlich als erstes Aluminium, Glasfaser und vielleicht auch Carbon im Sinn – vermutlich nicht Holz. Ja, Sie lesen richtig: Holz!

Das Start-Up LiGenium aus Chemnitz hat mit seinen leichten Logistiklösungen aus Holzwerkstoffen eine Marktlücke entdeckt. Hinter dem Unternehmen steht ein simpler Gedanke: den Maschinenbau leichter und nachhaltiger zu gestalten. Jahrelange Forschungstätigkeit an der TU Chemnitz, in diesem Bereich, als auch die Entwicklung einer speziellen (und einzigartigen) Verbindungstechnik haben schlussendlich zur erfolgreichen Gründung geführt.

Mittlerweile startet regelmäßig ein Transporter, beladen mit Ladungsträgern aus dem nachhaltigen Rohstoff, vom Hof vor der Produktionshalle. Große Automobilhersteller schätzen die Eigenschaften der LiGenium-Produkte und erteilen Aufträge für die Serienbelieferung. Das geringe Gewicht der nachhaltigen Logistiklösungen senkt Betriebs- als auch Investitionskosten und schont zudem Ressourcen.
Mit Nutzung des neuen Mobilfunkstandards 5G in Betrieben gewinnt auch die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) weiter an Stellenwert. Hierbei ist Holz klar im Vorteil gegenüber Metall, da es Funksignale nicht stört und damit beispielsweise eine Echtzeitüberwachung der Produktion möglich macht. Darüber hinaus ist das Risiko elektrostatischer Entladung von elektrisch-sensiblen Bauteilen, bei der Verwendung von Holzwerkstoffen, deutlich geringer.

Aktuell kommen die Produkte des Chemnitzer Start-Ups vorrangig in der Fördertechnik und Logistik zum Einsatz. Aber auch für andere Anwendungen eignet sich die LiGenium Holzbauweise. Das Unternehmen strebt eine Erweiterung an, um noch mehr Anwender von den Vorteilen des traditionellen Konstruktionswerkstoffes Holz zu überzeugen und zu begeistern.

Autor: Cleantec Initiative Ostdeutschland, Newsletter, Ausgabe 03/2020
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